Ausgangssituation
Für viele mittelständische Industrieunternehmen stellt sich in Wachstums- oder Transformationsphasen eine zentrale Frage: Eigenfertigung aufbauen oder gezielt zukaufen? Diese Entscheidung ist strategisch hochrelevant, da sie Kapitalbindung, operative Komplexität und langfristige Wettbewerbsfähigkeit gleichermaßen beeinflusst.
Im Projekt WATERLAND haben wir gemeinsam mit unserem Kooperationspartner Arrow-Partner GmbH genau diese Fragestellung begleitet:
Soll ein bestehender Lieferant akquiriert werden – oder ist der Aufbau einer eigenen Produktionsstruktur die bessere Alternative?
Strukturierter Entscheidungsprozess statt Bauchgefühl
Vor dem Hintergrund begrenzter Zeitfenster wurde ein klar strukturierter Projektansatz gewählt, der die Entscheidungsgrundlage systematisch verdichtet:
- Aufbau einer belastbaren Equity Story
- Entwicklung eines Chancen-/Risikoprofils für beide Handlungsoptionen
- Tiefergehende Analyse der beteiligten Gesellschaften
- Durchführung einer fundierten Unternehmensbewertung
- Vorbereitung der Finanzierungsstruktur mit Hausbanken
Parallel dazu wurde ein potenzieller Akquisitionsprozess vorbereitet und gesteuert – vom ersten Austausch bis zu belastbaren Angebotsstrukturen.
Operative Umsetzung entlang eines klaren M&A-Prozesses
Die Projektumsetzung folgte einer klassischen M&A-Logik mit klar definierten Phasen:
- Vorbereitungsphase: Aufbau der Entscheidungsgrundlagen und strategischen Narrative
- Ansprachephase: Strukturierte Kommunikation mit potenziellen Transaktionspartnern
- Due Diligence: Validierung der Annahmen durch Datenräume und Q&A-Prozesse
- Verhandlung: Ausarbeitung kommerzieller Rahmenbedingungen und Angebotsstruktur
- Closing-Vorbereitung: Begleitung bis zur finalen Entscheidungsreife
Dabei wurden unter anderem Management-Präsentationen vorbereitet, Datenräume koordiniert sowie Verhandlungen strukturiert begleitet.
Kernleistung: Entscheidbarkeit herstellen
Im Zentrum des Mandats stand nicht die Durchführung einer Transaktion an sich, sondern die Herstellung einer fundierten Entscheidungsfähigkeit:
- Transparenz über wirtschaftliche und operative Implikationen
- Vergleichbare Bewertungsmechaniken für „Make“ und „Buy“
- Quantifizierte Risiken und realistische Integrationsszenarien
Gerade in solchen Grenzentscheidungen ist weniger die einzelne Analyse entscheidend – sondern die Fähigkeit, unterschiedliche Perspektiven in ein konsistentes Entscheidungsbild zu überführen.
Ergebnis
Das Projekt wurde innerhalb von acht Wochen erfolgreich abgeschlossen. Auf Basis der erarbeiteten Entscheidungsgrundlage konnte der Kunde eine klare strategische Richtung ableiten. Die Zusammenarbeit wurde dabei von allen Beteiligten als zielgerichtet, strukturiert und sehr effizient wahrgenommen.